Filmprogramm Kino 22.07. bis 31.08.2026

Das Fabrik.Kino 2 läuft in Regie des Filmklubs im "VfKK - Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V."
und wird gefördert durch die Stadt Neustrelitz und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Eintritt: Erwachsene 7 Euro, erm. 5 Euro, bei Überlänge (über 125 min) 1 Euro Aufschlag

Sommerkomödie aus dem Westen
LINA BRAAKE ODER DIE INTERESSEN DER BANK KÖNNEN NICHT DIE INTERESSEN SEIN, DIE LINA BRAAKE HAT
BRD 1974, Farbe, 85 Min.
Regie: Bernhard Sinkel
Darsteller: Lina Carstens, Fritz Rasp u.a.
"Eine alte Frau mit Wohnrecht auf Lebenszeit wird durch den neuen Hausbesitzer, eine Bank, per Gerichtsbeschluß aus ihrer Wohnung vertrieben und in ein Altersheim abgeschoben. Mit Hilfe eines ehemaligen Bankkaufmanns rächt sie sich auf ebenso raffinierte wie unangreifbare Weise. Mit skurrilem Humor, Witz und Fantasie erzählte und hervorragend gespielte Komödie, die sich für die Rechte alter Menschen stark macht." (filmdienst) "Eine sehr genaue und bis heute überraschend gegenwärtige Komödie über Selbstbestimmung und Widerstand - einer der schönsten und klügsten Filme des Neuen Deutschen Films." (Gerd Klein)
(läuft vom 23. bis 25. 7. jeweils um 20 Uhr)

 

Solidarität mit Jafar Panahi
DREI GESICHTER
Iran 2018, Farbe, 101 Min., dt. Fassung
Regie: Jafar Panahi
Darsteller: Jafar Panahi, Behnaz Jafari u. a.
"Ein junges Mädchen, das gegen den Willen seiner Familie die Schauspielschule besuchen möchte, wendet sich mit einem verstörenden Handy-Video an die iranische Schauspielerin Behnaz Jafari. Die reist daraufhin gemeinsam mit dem Regisseur Jafar Panahi in die Heimat des Mädchens, um Klarheit über das mysteriöse Video zu erlangen. Auf der Reise in den Norden des Landes kommen die Großstädter mit ländlichen Traditionen, religiösen Überzeugungen und anderen Realitäten in Berührung. Das eigenwillige Road Movie, mit dem der iranische Regisseur erneut an dem ihm auferlegten Berufsverbot vorbei filmt, richtet den Blick vor allem auf die widerständigen Potenziale von Frauen im Iran." (filmdienst)
(läuft vom 30. 7. bis 1. 8. jeweils um 20 Uhr)

 

"FilmKunstFest Schwerin - Nachlese" - "Förderpreis der DEFA-Stiftung"
ICH VERSTEHE IHREN UNMUT
BRD 2026, Farbe, 93 Min.
Regie: Kilian Armando Friedrich
Darsteller: Sabine Thalau, Nada Kosturin u.a.
"Die Regisseurin verbindet dokumentarische Unmittelbarkeit mit präzisem sozialem Blick  und zeigt die Erschöpfung, Würdelosigkeit und stille Gewalt einer Arbeitswelt, die nur funktioniert, solange Menschen sich selbst aufreiben. Atemlos, beklemmend, großartig gespielt. Ein Film auf den Spuren von Ken Loach und den Dardenne-Brüdern." (epd Film) "Schwer zu ertragen wirkt dieser Debütfilm und genau deswegen kann man das Drama nur empfehlen. Denn Friedrich wirft einen ungeschönten, harschen, aber immer humanistischen Blick auf das Leben im Niedriglohnsektor, also die Basis der Gesellschaft, an der immer mehr gespart wird, zum Schaden aller, aber besonders der Menschen, die in diesem Bereich arbeiten." (programmkino.de) "Einfach weiter funktionieren: die notwendige Perversion eines Systems am Anschlag. Die ganze Absurdität von Friedrich Merz' Mär von den faulen Deutschen manifestiert sich in diesem Film." (taz)
(läuft vom 6. bis 8. 8. jeweils um 20 Uhr)

"Filmreihe Künstlerporträts"
MILES DAVIS - BIRTH OF THE COOL
USA 2019, s/w + Farbe, 115 Min., OmU
Regie: Stanley Nelson
"Kaum ein Musiker des 20. Jahrhunderts war auch über sein Genre so einflussreich wie der Jazz-Trompeter Miles Davis (1926 - 1991). Wie seine Versuche, die Grenzen des Jazz zu überwinden, spätere Generationen beeinflusste, ist einer der vielen Aspekte von Stanley Nelsons im Ansatz zwar klassisch-konservativer, durch das zusammengetragene Material aber dennoch herausragendem Dokumentarfilm." (programkino.de) "Eine materialreiche Dokumentation, die eine Flut von Informationen auffährt und zahlreiche Zeitgenossen, Kollegen, Freunde und Familienmitglieder Stellung beziehen lässt. Dabei wird das musikalische Genie ebenso bedacht wie die vielen problematischen Facetten des Menschen Miles Davis ..." (filmdienst)
(läuft vom 13. bis 15. 8. jeweils um 20 Uhr)

CSD-Kulturwochen: "Vielfalt leben!"
UNSERE LEICHEN LEBEN NOCH
BRD 1981, Farbe, 90 Min.
Regie: Rosa von Praunheim
"In teils dokumentarischen, teils gespielten Szenen porträtiert der Film fünf Frauen um die 60, die Beispiele für ungebrochene Kraft und Lebenslust im Alter sind: selbstbewußte, schillernde Persönlichkeiten, die ihren privaten Lebensstil herrschender Resignation und Lebensschwäche im Alter entgegensetzen. Ein bewußt amateurhaftes und formloses Gemisch aus Dialog, Pamphlet und Clownerie, das mit einigem Erfolg versucht, festgeschriebene Geschlechterrollen zu verunsichern und Daseinsfreude auch im Alter und jenseits gesellschaftlicher Konventionen zu vermitteln ..." (filmdienst)
(läuft vom 20. bis 22. 8. jeweils um 20 Uhr)

 

Kultfilm - Jedes Jahr aufs Neue
WIR KÖNNEN AUCH ANDERS
BRD 1992/93, Farbe, 92 Min.
Regie: Detlev Buck
Darsteller: Joachim Król, Horst Krause, Sophie Rois u.a.
Wer ihn noch nicht gesehen hat oder wer ihn immer wieder sehen will - hier eine erneute Chance. Kipp hat einen schwarzen Anzug, einen Sprachfehler und den unwiderstehlichen Charme eines Enthusiasten. Most hat seine Waldarbeiterkleidung, reichlich Skepsis und einen alten LKW: Der ist das Ticket ins gelobte Land. Irgendwo im Osten wartet ein Landgut, das ihnen die verstorbene Großmutter hinterließ. Die Reise wird beschwerlich, denn die Glücksritter sind Analphabeten, und Straßenschilder können nicht sprechen. Ein Film zum Totlachen - besonders für Nordost-Deutsche.
(läuft vom 27. bis 29. 8. jeweils um 20 Uhr)

 

Weitere Veranstaltungen Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik siehe unter

 

und der Kulturprogrammübersicht August 2026: