Filmprogramm Kino 22.01. bis 28.02.2026
Das Fabrik.Kino 2 läuft in Regie des Filmklubs im "VfKK - Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V."
und wird gefördert durch die Stadt Neustrelitz und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.
Eintritt: Erwachsene 7 Euro, erm. 5 Euro, bei Überlänge (über 125 min) 1 Euro Aufschlag
"Die Erinnerung darf nie enden" - Zum Holocaust-Gedenktag
DER PASSFÄLSCHER
BRD/Luxemburg 2021, Farbe, 116 Min.
Regie: Maggi Peren
Darsteller: Louis Hofmann, Jonathan Berlin u.a.
"Die wahre Geschichte eines jungen jüdischen Grafikers, der während des 2. Weltkriegs sich und andere mit gefälschten Dokumenten vor dem Konzentrationslager rettete. ... Es ist sein Wagemut, der dem Film anfangs seine Leichtigkeit gibt und am Ende schließlich sein Gewicht." (SZ)
(läuft vom 22. bis 24. 1. jeweils um 20 Uhr)
In momoriam Armin Mueller-Stahl und Hark Bohm
LOLA
BRD 1981, Farbe, 115 Min.
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Darsteller: Armin Mueller-Stahl, Barbara Sukowa, Mario Adorf, Hark Bohm u.a.
"Ein anscheinend unbestechlicher und seriöser Mann, Flüchtling aus dem Osten, übernimmt in den 50er Jahren das Baudezernat einer (west-)deutschen Kleinstadt, in der eine korrupte Clique das Sagen hat. Als er sich in Unkenntnis ihres 'Berufes' in eine Prostituierte verliebt und sie schließlich heiratet, verwickelt er sich in die Machenschaften der auf ihre Vorteile bedachten Bürger. Seine Anpassung an das korrupte System führt zu einer tiefen Resignation. Im Gewand einer populär erzählten Kolportage-Geschichte legt Fassbinder die Moral der 'Adenauer-Ära' bloß." (filmdienst)
(läuft am 29. und 31. 1. jeweils um 20 Uhr)
Filmreihe Hartmut Bitomsky
REICHSAUTOBAHN
Regie: Hartmut Bitomsky
"Dokumentarfilm über Entstehung, Funktion und Mythos des in der Nazi-Zeit entstandenen größten deutschen Bauwerks: der Reichsautobahn. Dieses spektakuläre Projekt wurde 1933 begonnen, 1938 waren 3000 Kilometer fertig, danach forcierte man den Westwall- und Bunkerbau, schließlich wurden 1942 die Autobahnarbeiten ganz eingestellt. Mit Ausschnitten aus Autobahnfilmen, Originalfotografien, Gemälden, Illustrationen, Neuaufnahmen, Interviews und Gesprächen erfolgt eine kritische Betrachtung der Absichten, die die Nationalsozialisten mit dem Bau der Autobahn verfolgten." (filmdienst) (läuft am 30.01. um 20 Uhr)
In memoriam Rosa von Praunheim
MEINE MÜTTER - SPURENSUCHE IN RIGA
BRD 2077, Farbe, 87 Min.
Regie: Rosa von Praunheim
"Der Regisseur Rosa von Praunheim (bürgerlich Holger Mischwitzky) begibt sich auf die Suche nach seiner leiblichen Mutter, nachdem seine Adoptivmutter ihm erst auf ihrem Sterbebett enthüllt hatte, dass er nicht ihr leiblicher Sohn sei. In Riga stößt er auf seine familiären Wurzeln. Ein außerordentlicher, zutiefst menschlicher Dokumentarfilm, der Privates mit historischen Ereignissen verbindet und dabei zugleich die Gräueltaten des Nazi-Regimes in die alltägliche Lebenswirklichkeit zurückholt."
(läuft vom 5. bis 7. 2. jeweils um 20 Uhr)
Die Erinnerung darf nie enden" - "film & gespräch"
MEMORY HOTEL
BRD/Frankreich 2024, Farbe, 101 Min.
Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Heinrich Sabl
Die Geschichte eines Mädchens, das nach dem Krieg in einem Hotel unter sowjetischer Besatzung festsitzt, hat Heinrich Sabl in 25-jähriger Arbeit als Puppentrickfilm animiert. Das düster-poetische Werk erzählt von Krieg, Begehren und dem Unvermögen, die Vergangenheit abzuschließen. Der mit aufwendiger Stop-Motion-Technik realisierte Spielfilm ist ein absolutes Kinojuwel - klug, aufrüttelnd und visuell schlicht atemberaubend.
(läuft am 11. 2. um 19.30 Uhr im Kino 1 mit anschl. Gespräch mit Heinrich Sabl und mit Matthias Wolf (ehem. Dramaturg am Landestheater) und vom 12. bis 14. 2. um 20 Uhr im Kino 2 - am 12. 2. ist der Regisseur nochmal zum Gespräch anwesend!)
Filmreihe Real Fiction Filmverleih
DAS LAND DER VERLORENEN KINDER
BRD 2023, Farbe, 99 Min., OmU
Regie: Juan Camilo Cruz
"Ein intensiver, aufwühlender Dokumentarfilm über die erschütternden Zustände in einem Elendsviertel der venezolanischen Millionenstadt Maracaibo. Eine alleinerziehende Mutter kämpft verzweifelt um das Überleben ihrer Kinder, ein Jugendlicher droht in die Bandenkriminalität abzurutschen und die Gründerin einer Hilfsorganisation hofft, wenigstens ein paar Kinder vor sexueller Gewalt bewahren zu können." (filmdienst)
(läuft vom 19. bis 21. 2. jeweils um 20 Uhr)
Fabrik.Scheune - SONDERVORSTELLUNG - "film & gespräch" -
DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE
BRD 2025, Farbe, 113 Min.
Regie: Wolfgang Becker
Darsteller: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich u.a.
"Ein vor dem Bankrott stehender Videothekenbetreiber aus Berlin avanciert 2019 durch eine kleine Flunkerei unfreiwillig zum Ex-DDR-Helden und verliebt sich zugleich in eine Staatsanwältin. Er soll als Eisenbahner im Jahr 1984 dafür gesorgt haben, dass eine S-Bahn aus Ost-Berlin mit 127 DDR-Bürgern in den Westen gelangte. Der letzte Kinofilm des 2024 verstorbenen Regisseurs Wolfgang Becker ('Good Bye, Lenin!') ist eine schwungvolle Filmsatire über einen tragikomischen Hochstapler wider Willen. Die ideenreiche, von einem spielfreudigen Ensemble umgesetzte Komödie setzt markante Akzente, indem sie Auswüchse der Medienindustrie, deutsch-deutsche Empfindlichkeiten und Rituale der Erinnerungskultur kritisch hinterfragt." (filmdienst)
(nur am So 22.2. um 18 Uhr mit anschl. Gespräch mit Charly Hübner und Leon Ullrich, Schauspieler an unserem Landestheater!)
Filmreihe Hartmut Bitomsky
DER VW-KOMPLEX
BRD 1989, 90 Min.
Regie: Hartmut Bitomsky
"Dokumentarischer Film über die Geschichte des Automobilkonzerns Volkswagen, verknüpft mit Aspekten aus der Geschichte der Stadt Wolfsburg. Weniger an den sozialpolitischen Aspekten des Themas interessiert, reflektiert er in bewußt assoziativer Kommentierung über den Konzern, die Fabrikhallen, die Menschen und Maschinen. Im Zusammenspiel aus den klug aufgenommenen Bildern und dem hintersinnigen Kommentar ergibt sich eine ebenso komplexe wie spannende Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeit und der Schwierigkeit ihrer Abbildbarkeit." (filmdienst)
(läuft nur am 27. 2. um 20 Uhr)
Weitere Veranstaltungen Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik siehe unter
und der Kulturprogrammübersicht Januar 2026 sowie der Vorschau Februar 2026
