Filmprogramm Fabrik.Kino 2 September 2022

Reihe Künstlerporträts - Tilda Swinton

CARAVAGGIO

GB 1986, Farbe, 93 Min., OmU

Regie. Derek Jarman

Darsteller: Nigel Terry, Tilda Swinton u.a.

"Szenen aus dem Leben des genialen Malers Michelangelo Caravaggio, der eine Existenz außerhalb der gesellschaftlichen Normen führte und schließlich zum Mörder wurde. Ohne Anspruch auf biografische und historische Detailtreue versucht der Film an Hand einer fatalen Liebesgeschichte, die Außenseiterrolle des Künstlers und die Wechselwirkung zwischen Eros und Kunst zu beleuchten." (filmdienst)

(läuft am 1. und 3. 9. jeweils um 20 Uhr)

 

Filmwunsch -  Reihe Fernando E. Solanas

SÜDEN (SUR)

Argentinien/Frankreich 1987, Farbe, 127 Min., OmU

Regie: Fernando E. Solanas

Darsteller: Miguel Angel Sola, Susu Pecoraro u.a.

"Sur" ist ein Traumspiel, zugleich politisches Fresko und subjektive Meditation, angelegt wie eine musikalische Komposition der unendlichen Übergänge, Assoziationen und Leitmotive. "Sur", sagt der Regisseur Solanas, sei für ihn ein einziger langer Tango. Die große Geschichte Argentiniens und die kleinen Geschichten von Liebe, Freundschaft und politischem Widerstand. " ... In ausdrucksstarken Bildern komponierter, mit wehmütig-begehrlicher Tango-Musik unterlegter, poetisch verdichteter Film. Er macht die Sehnsucht nach Freiheit und Glück bildhaft und spricht sich für die Überwindung gesellschaftlicher und privater Hindernisse aus. " (filmdienst)

(läuft nur am 2. 9. um 20 Uhr)

 

Filmreihe Italienische Klassiker

HÄNDE ÜBER DER STADT

Italien/Frankreich 1963, s-w, 105 Min., OmU

Regie: Franceso Rosi

Darsteller: Rod Steiger, Salvo Radone u.a.

"Am Beispiel der Boden- und Bauspekulation in einer italienischen Großstadt wird das Versagen des demokratischen Systems enthüllt, das in den Sog einer allgemeinen Korruption geraten ist. Eine kraftvoll gestaltete, engagierte Darstellung sozialer und politischer Probleme, die durch die Offenheit der Argumentation beeindruckt." (filmdienst)

(läuft am 9. und 10. 9. jeweils um 20 Uhr)

 

Reihe Künstlerporträts - Paula Modersohn-Becker

PAULA

BRD/Frankreich 2016, Farbe, 123 Min.

Regie: Christian Schwochow

Darsteller: Carla Juri, Albrecht Schuch u.a."Biografischer Spielfilm über die expressionistische Malerin Paula Modersohn-Becker (1876 - 1907), die nach fünf Ehejahren ihrem Mann Otto Modersohn und der Künstlerkolonie Worpswede den Rücken kehrt und in Paris in ein freieres, sinnlicheres Leben einzutauschen hofft. Das Drama über ein bewegtes Künstlerleben glänzt durch seine lebhaft spielende Hauptdarstellerin sowie eine kongeniale Bildgestaltung …" (filmdienst) Der Film erzählt das faszinierende Leben einer hochbegabten Künstlerin und radikal modernen Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts - voller Sinnlichkeit, zartem Humor und spielerischer Leichtigkeit. "Paula begeistert." (Die Zeit)

(läuft vom 15. bis 17. 9. jeweils um 20 Uhr)

 

Schwerpunkt Kuba

DIE AUSSERGEWÖHNLICHE REISE DER CELESTE GARCIA

Kuba/BRD 2018, Farbe, 92 Min., OmU

Regie: Arturo Infante

Darsteller:  Maria Isabel Diaz, Omar Franco

"Einen Science-Fiction-Film aus Kuba bekommt man nicht alle Tage zu sehen, allein das schon macht das Regiedebüt des erfahrenen Drehbuchautors Arturo Infantes bemerkenswert. Weltraumaction sollte man allerdings nicht erwarten, denn 'Die außergewöhnliche Reise der Celeste Garcia' benutzt sein Sci-Fi-Motiv ganz unterschwellig und erzählt stattdessen von seiner Titelheldin, die nach Jahren des immer gleichen Trotts als Lehrerin noch einmal einen Neuanfang wagen möchte." (programmkino.de) "Ein humorvoll grimmiges Sittenbild der kubanischen Mangelwirtschaft." (epdFilm)

(läuft am 22. und 23. 9. jeweils um 20 Uhr)

 

film & gespräch

FÜR NICHTS UND WIEDER NICHTS

BRD 2021, Farbe, 80 Min.

Regie: Margot Neubert-Maric, Gisela Tuchtenhagen

Protagonisten: Bruno Niedzwetzki, Klaus Rintelen, Siegfried Jahnke

"Sie gerieten in jungen Jahren in die Mühlen der DDR-Justiz. Die Regisseurinnen porträtieren drei Ex-Häftlinge, bei denen die Gefängniserfahrung lebenslange Spuren hinterlassen hat. ... Viel Zeit ist seither vergangen, doch kein Tag, an dem sie nicht an damals dachten." (Filmfest Hamburg)

(läuft nur am 24. 9. um 20 Uhr - die Regisseurinnen sind zum Gespräch im Kino!)

 

SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES

BRD 2017, Farbe, 104 Min.

Regie: Julian Radlmaier

Darsteller: Julian Radlmaier, Deragh Campbell u.a.

"Mit doppelbödigem Humor und vielen Anspielungen entfaltet der spielerische Film ein Panorama unterschiedlicher Milieus, in denen der neoliberale Kapitalismus ebenso zerpflückt wird wie das revolutionäre Pathos." (filmdienst)  Julian Radlmaier probiert sich in seinem Debütfilm an einer antikapitalistischen Film-im-Film-Komödie: "Es ist ein sehr lustiger deutscher Film, der den Mut hat, sich nicht ernst zu nehmen und gleichzeitig utopisch zu sein." (Rüdiger Suchsland)

(läuft am 29. 9. und 1. 10. jeweils um 20 Uhr)

 

Filmwunsch - Reihe Fernando E. Solanas

DIE REISE

Argentinien/Frankreich 1992, Farbe, 139 Min., OmU

Regie: Fernando E. Solanas

Darsteller: Walter Quiroz, Dominique Sander u.a.

Ein junger Mann macht sich von der Südspitze Feuerlands aus mit dem Fahrrad auf die Suche nach seinem Vater, der vor der argentinischen Militärjunta ins Exil floh. Unterwegs sammelt er Erfahrungen, lernt die Facetten verschiedener Ort und Länder kennen. Seine Suche wird ein aufregendes Durchforsten des lateinamerikanischen  Kontinents, wobei Solanas mit wunderbaren Ironien die Widersprüchlichkeiten zwischen Alltagsrealität und Politik aufzeigt.  "... eine durch ihre Bilderfülle und surrealen Einfälle fesselnde Reise durch die Seelenlandschaft eines Kontinents, die mit melancholischem Blick dessen Verwahrlosung registriert." (filmdienst)

(läuft nur am 30. 9. um 20 Uhr)

 

Informationen zu den Programmpunkten in der Fabrik.Scheune unter Scheune Veranstaltungen
Weitere Veranstaltungen Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik
siehe unter

unter anderem

Fabrik.Gespräche

Mainstream, Fake News, Verschwörungstheorien.

"Wenn keiner mehr durchsieht, muss jemand schuld sein oder Die Sehnsucht nach einfachen Erklärungen."

Peter Heller und Klaus Rek (Mitglied im VfKK) werden mit kurzen Einführungen - und ihren Meinungen - starten, mit Blick auf einschlägige Texte aus Philosophie und Literatur, um dann ins Gespräch zu kommen.

(nur am 29. 9. um 18 Uhr im Fabrik.Klubraum)