Fabrik.Kino 2 Filmprogramm Mai 2024

Das Fabrik.Kino 2 läuft in Regie des Filmklubs im "VfKK - Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V." und wird gefördert durch die Stadt Neustrelitz und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Eintritt: Erwachsene 6 Euro, erm. 5 Euro, bei Überlänge (über 125 min) 1 Euro Aufschlag

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DDR-Frauenfilme

DAS FAHRRAD

DDR 1981, Farbe, 89 Min.

Regie: Evelyn Schmidt

Darsteller: Heidemarie Schneider, Roman Kaminski

"Susanne, ungelernte Arbeiterin, allein mit einem Kind, schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Ihre Unzufriedenheit nimmt zu, als sie den erfolgreichen Ingenieur Thomas kennenlernt. Sie gibt ihre Arbeit auf, gerät in finanzielle Schwierigkeiten und meldet ihr Fahrrad als gestohlen, um die Versicherungssumme zu kassieren. Der Betrug fliegt auf, und sie landet vor dem Staatsanwalt. Sie ist deprimiert, und Thomas, der von dem Betrug nichts weiß, kümmert sich um sie. Als sie ihm die Sache und das bevorstehende Verfahren gesteht, stößt sie auf Unverständnis, und ihre Beziehung erhält einen Knacks. Thomas steht ihr zwar bei, aber seine Reaktion macht sie betroffen. Sie trennt sich von ihm, ist aber entschlossen, ihr Leben zu verändern." (DEFA-Stiftung) "Feinfühliges Frauenporträt, im filmischen Erzählduktus herb und in seiner Sozialkritik an das polnische 'Kino der moralischen Unruhe' (Kieslowski) erinnernd. Bemerkenswert ist die von Sympathie getragene Darstellung einer 'arbeitsunlustigen' Außenseiterin und die kompromisslos ungeschönte Schilderung des DDR-Alltags." (filmdienst)

(läuft vom 2. bis 4. 5. jeweils um 20 Uhr)

 

Die Erinnerung darf nie enden

DER VERLORENE ZUG

Luxemburg/Niederlande/BRD 2022, Farbe, 105 Min., teilw. OmU

Regie: Saskia Diesing

Darsteller: Hanna van Vliet, Eugénie Anselin, Anna Bachmann u.a.

"Drei Frauen – drei Schicksale am Ende des 2. Weltkriegs: Im April/Mai 1945 wird ein kleines Dörfchen im Süden Brandenburgs zum Schauplatz von tragischen Ereignissen, als ein Zug mit mehr als 2000 Gefangenen aus dem KZ Bergen-Belsen hier stehen bleibt. Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt das ambitionierte Drama aus dem Blickwinkel einer deportierten niederländischen Jüdin, einer sowjetischen Scharfschützin und eines deutschen BDM-Mädchens die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft." (programmkino.de) "Lektionen in Menschlichkeit." (epdFilm)

(läuft vom 9. bis 11. 5. jeweils um 20 Uhr)

 

Kleine Filmreihe Albanien" - "film & gespräch"

EIN LICHT ZWISCHEN DEN WOLKEN

Albanien 2018, Farbe, 84 Min., dt. Fassung

Regie: Rovert Budina

Darsteller: Arben Bajraktara, Edela Pysgyla u. a.

Poetische Parabel auf das Leben koexistierender Gemeinschaften von Christen und Muslimen in Albanien mit einem sanften Ziegenhirten im Zentrum. Bilder von urwüchsiger Schönheit aus der Bergwelt Albaniens und einige unbequeme Wahrheiten zum Gesamtzustand der Menschheit. "Der Film ist sehenswert, ist er doch ein Plädoyer für Toleranz in wohltuend ruhigen Bildern und voller Poesie erzählt." (epdFilm)

(läuft am Do 16. 5. um 20 Uhr mit anschl. Gespräch mit dem gebürtigen Albaner Astrit Vatnika und nochmal am Sa 18. 5. um 20 Uhr)

 

Filme gegen Rechtsextremismus

VOLKSVERTRETER

BRD 2021, Farbe, 94 Min.

Regie: Andreas Wilcke

"Über einen Zeitraum von drei Jahren begleitet der Film vier Bundestagspolitiker der AfD im Bundestag und in ihren Wahlkreisen. Dabei gewähren diese dem Filmemacher einen ungewöhnlich nahen Einblick in ihre Arbeitsprozesse. Wir sehen sie beim Strategien schmieden, Texte verfassen, beim Kontakt mit den Bürgern am Stammtisch oder über die sozialen Medien ..." (Verleihinfo) "Worte, wenn sie zündeln und sprachlos machen. Banales, Berechnendes, Suggestives, Manipulierendes." (Sächsische Zeitung)

(läuft nur am Fr 17. 5. um 20 Uhr)

 

DDR-Frauenfilme - Abschluß

KASKADE RÜCKWÄRTS

DDR 1983, Farbe, 94 Min.

Regie: Iris Gusner

Darsteller: Marion Wiegmann, Johanna Schall, Jaecki Schwarz u. a.

"Maja Wegner, eine Frau Ende dreißig mit halbwüchsiger Tochter, will die eingefahrenen Gleise verlassen und ein neues Leben beginnen. Sie gibt ihre Stellung als Dispatcherin beim Kraftverkehr auf, verkauft ihr Landhäuschen, zieht in die Großstadt und sucht sich Arbeit bei der Reichsbahn - als Zugschaffnerin. Um einen Mann zu finden, gibt sie eine Annonce auf und findet einen neuen Lebensgefährten." (DEFA-Stiftung) "Ein zwischen Romantik und Satire ausbalanciertes Frauenschicksal mit ironischen Seitenhieben auf den Alltag in der DDR. Hervorragend ist das Spiel der Hauptdarstellerin." (filmdienst) Frank-Burkhard Habel schrieb rückblickend, dass es Gusner gelang, mit ihrem satirischen Film „alle Genregrenzen zu sprengen und einen großen Teil der Kritiker zu verunsichern. Der amüsante, bissige Film mit starken Frauenrollen fand in der Bundesrepublik ein positiveres Echo als in der DDR“. (Lexikon der DEFA-Spielfilme, Berlin 2000)

(läuft vom 23. bis 25. 5. jeweils um 20 Uhr)

 

Jugend im Aufruhr

BREAKING SOCIAL - KÖNNEN WIR UNS DIE REICHEN LEISTEN?

Schweden 2023, Farbe, 94 Min., OmU

Regie: Fredrik Gertten

"Leistung wird belohnt. In aller Kürze ist das die Basis der Gesellschaft, aber stimmt dieses Ideal noch? Zunehmend hat es den Anschein, als gerät das System aus den Fugen, als würde es sich nicht mehr lohnen zu arbeiten, ein vages Gefühl, dem der schwedische Regisseur Fredrik Gertten in seiner Dokumentation 'Breaking Social' nachgeht. Auf erfreulich ruhige, nachdenkliche Weise, die seinen Film viel interessanter macht als wenn er sich auf bloße, agitatorische Anklage beschränken würde." (programmkino.de)

(läuft am 30. und 31. 5. jeweils um 20 Uhr)

 

Weitere Veranstaltungen Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik siehe unter

 

und der Mai-Programmübersicht: