Fabrik.Kino: Filmgespräch 4.12.25
Der Neustrelitzer Kameramann Gunnar Rossow stellt am 4. 12. um 19.30 Uhr den Film OFF THE MARK im Fabrik.Kino in der Alten Kachelofenfabrik vor
Der norwegische Film "Off the mark" der Regisseurin Wera Uschakowa, der 2024 fertig gestellt wurde, ist ein abendfüllender Dokumentarfilm über den Klimawandel, die Naturkrise und die Verletzung der Menschenrechte in der norwegischen Finnmark.
Der Film begleitet Aktivisten bei ihrem Engagement und schildert den Kampf des indigenen Volkes der Sámi um ihr Land und ihre Kultur. In der Finnmark zeigen sich die Folgen des Klimawandels immer deutlicher: Steigende Temperaturen und zunehmende Umweltverschmutzung bedrohen das empfindliche Ökosystem.
Die deutschen Hundeschlittenführer Willem und Steffi Betzel erleben die Veränderungen in der arktischen Wildnis seit Jahren aus nächster Nähe – und haben beschlossen, aktiv zum Naturschutz beizutragen. Ihr Fokus liegt auf Mikroplastik, das die menschlichen Spuren in der Natur besonders sichtbar macht. Die Menge und Herkunft der Verschmutzung zu verstehen, bildet die Grundlage für wirksamen Schutz.
Besonders betroffen sind die Sámi, eines der letzten indigenen Völker Europas, deren Leben eng mit der Natur verbunden ist. Die rapide Erwärmung der Arktis beeinträchtigt nicht nur die Tierwelt, sondern auch traditionelle Lebensweisen der Menschen, wie die Rentierzucht.
Die norwegische Regierung glaubt, dass das Land mit dem sogenannten "Grünen Wandel" Energiesicherheit und Klimawandel bewältigen wird. Doch wenn dieser Wandel auf Kosten der natürlichen Ressourcen in Sámi-Gebieten erfolgt, gerät eine ganze Kultur in Gefahr.
Die These des Films ist, dass unter dem Deckmantel von Umweltschutz "Grüner Kolonialismus" entsteht und macht deutlich wie Klimawandel, Öko-Krise und Menschenrechte zusammenhängen.
Zur Diskussion über den Film kommt der in Neustrelitz aufgewachsene Kameramann des Films, Gunnar Rossow, am 4. 12. um 19.30 Uhr in das Fabrik.Kino.
Um Voranmeldung wird unter der Tel. Nummer 03981 - 20 31 45 oder per email (info@basiskulturfabrik.de) gebeten.