Kino 1: Filmgespräch mit Leon Ullrich 19.1.26
Zum Film "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße" kommt Leon Ullrich zum Gespräch in das Fabrik.Kino - am Montag, 19. 1. um 19.30 Uhr
Leon Ullrich, Schauspieler am Landestheater Neustrelitz, spielt eine wichtige Rolle in "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße", dem letzten Film von Wolfgang Becker.
Er verkörpert den Journalisten Alexander Landmann, Chefredakteur des Wochenmagazins "Fakt", der eine große Story rausbringen will, nämlich die größte Massenflucht aus der DDR im Jahr 1984. 127 Passagiere einer S-Bahn sind in den Morgenstunden des 23. Juni nach West-Berlin gelangt, weil der Stellwerkmeister Hartung (Charly Hübner) die Weichen falsch gestellt hat. Angeblich ein gezielter Sabotageakt, der nun journalistisch zu einer Heldentat wird. Hartung ist ein kurz vor dem Bankrott stehender Videothekenbetreiber, der für diese Story ausgenutzt wird.
Dieser letzte Kinofilm des 2024 verstorbenen Regisseurs Wolfgang Becker ("Good bye, Lenin") nach der Romanvorlage von Maxim Leo ist eine schwungvolle Filmsatire über einen tragikomischen Hochstapler wider Willen. Die ideenreiche, von einem spielfreudigen Star-Ensemble umgesetzte Satire, setzt markante Akzente, indem sie Auswüchse der Medienindustrie, deutsch-deutsche Empfindlichkeiten und Rituale der Erinnerungskultur kritisch hinterfragt.
Wie erzählt wird, war die Arbeit mit Wolfgang Becker trotz seiner fortgeschrittenen Krankheit, ein großer Spaß: Mit viel Witz und Gefühl wird das Lied vom unperfekten Menschen gesungen. Gunda Bartels schreibt im Tagesspiegel: Der Film ist "auch eine Hommage ans Kino an sich, wo sich hinter den Kulissen die Filmfamilie um einen todkranken Regisseur schart, der in einer Cameo-Rolle als trotteliger Agent noch mal richtig Quatsch macht."
Am 19. 1. können die Fragen zu dem sehr vielseitigen Film gestellt werden. Leon Ullrich steht zum Gespräch zur Verfügung.